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Mehr Impulse für Second-Hand-Kleidung gefordert

28.2.2013

Um das Recycling von Baumwoll-Textilien zu verbessern, rät Friends of the Earth zu Investitionen in Rückgabe-Infrastruktur,

zur genaueren Berechnung der Lebenszykluskosten und dazu, die externen Kosten der Baumwollproduktion in die Textilpreise zu integrieren. Auf diese Weise könnten Verbraucher einen Anreiz erhalten, noch tragefähige Kleidungsstücken nicht in den Müll zu werfen, sondern an Second-Hand-Läden zu verkaufen. Außerdem will die Umweltschutzorganisation ein Importverbot für Baumwolle aus genetisch modifiziertem Saatgut erreichen. Die hohen Kosten für den Anbau solcher Baumwoll-Sorten habe unter Bauern in Indien zu einer Selbstmordwelle geführt.

Quelle: http://www.nachhaltigkeitsrat.de/index.php?id=7625

Hier das Fazit des Berichts „Weniger ist mehr – Ressourcenschonung durch Abfallsammlung, Recycling und Wiederverwendung von Aluminium, Baumwolle und Lithium in Europa“ vom Februar 2013:

„Trotz der vermeintlichen Bereitschaft zu nachhaltiger Nutzung von Ressourcen158 verursacht das verschwenderische Konsumverhalten in Europa enorme globale Schäden und muss dringend eingedämmt werden. Wie in diesem Bericht aufgezeigt, ist es möglich, die von Europa verursachten negativen Auswirkungen einzudämmen.
Jeder weitere Aufschub bei der Verbesserung des europäischen Abfallmanagements ist eine versäumte Chance. Oberste Priorität sollte die Abfallvermeidung sein. Im zweiten Schritt müssen Wiederverwendung, Reparatur und Recycling ausgebaut werden, statt unentwegt neue Ressourcen zu erschließen.
Zudem bedarf es dringend einer tiefgehenden Veränderung der politischen Strategie auf EU-Ebene, um die Spirale der Ressourcenverschwendung zu stoppen. Elektrische und elektronische Geräte müssen so designt werden, dass höhere Recyclingquoten bei Lithium erreicht werden können. Beim Aluminium müssen die Recycling- und Wiederverwendungsquoten weiter verbessert werden, um die Nachfrage nach Bauxit zu senken. Im Bekleidungssektor muss Second-Hand-Mode an Attraktivität gewinnen, um einen dynamischen EU-Markt für wiederverwendete Waren aufzubauen.
Abfallmanagement ist eine vielversprechende und leicht umsetzbare Möglichkeit, um Ressourceneffizienz zu erzielen. Durch Wiederverwendung und Recycling kann die Rohstoffentnahme gesenkt werden. Europa bietet sich hierdurch die Chance zu einem florierenden und nachhaltigen Staatenverbund zu werden, in dem gleichzeitig Arbeitsplätze geschaffen und globale Ressourcen geschützt werden.“

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